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Teure Fehler beim Immobilienkauf im Ausland – so vermeidest du sie

📅 02.03.2026 ✍️ Katarzyna Tomczak

Eine Villa mit Meerblick, ein Apartment in Dubai, ein Haus in der Toskana – klingt wie ein Traum, der wahr wird. Und genau das kann er sein. Aber nach Jahren in diesem Beruf habe ich auch die andere Seite erlebt: Kunden, die Geld, Zeit und Nerven verloren, weil niemand sie vorher gewarnt hatte. Deshalb habe ich die Situationen, die ich am häufigsten sehe, hier zusammengetragen – und sage dir ganz offen, wie sie von innen aussehen.

Wenn sich herausstellt, dass die Immobilie eine Vergangenheit hat

Fangen wir mit dem an, was am meisten wehtut – weil man es meistens zu spät entdeckt. Viele meiner Kunden denken: Wenn die Immobilie physisch existiert und der Verkäufer die Schlüssel hat, ist alles in Ordnung. Leider funktioniert der Immobilienmarkt im Ausland nicht so.

Ich kenne die Geschichte eines Kunden, der eine Villa in der Türkei gekauft hat. Meerblick, guter Preis, netter Verkäufer. Erst nach dem Kauf stellte sich heraus, dass ein Teil des Grundstücks in einem Militärgebiet liegt – kein Ausbau, keine Bebauung möglich. Der Wert der Immobilie sank um 40 %. Ein anderer Fall: Ein Apartment, direkt vom Entwickler in Spanien gekauft, und wenige Monate später ein Schreiben vom Gericht – der frühere Grundstückseigentümer war nicht vollständig abgefunden worden, und auf der Immobilie lag eine Pfändung.

Das sind keine Filmszenarien. Das passiert wirklich, wenn vor dem Kauf niemand die Eigentumshistorie im Grundbuch prüft – samt etwaiger Hypotheken, Schulden gegenüber der Eigentümergemeinschaft, der Übereinstimmung mit dem Bebauungsplan und der Vollständigkeit der Baugenehmigungen. Eine gute Kaufbegleitung sollte diese Prüfung standardmäßig durchführen – bevor du überhaupt ans Unterschreiben denkst.

Ein Budget, das die halben Kosten vergessen hat

Hast du dich schon mal gefragt, was der Kauf einer Immobilie in Spanien – oder in der Türkei oder Dubai – wirklich kostet? Denn die Lücke zwischen dem Angebotspreis und dem Betrag, den du tatsächlich auf dem Konto brauchst, kann ganz schön überraschen.

Ein Beispiel: Eine Immobilie für 300.000 EUR. Klingt konkret. Aber dann kommen die Steuern dazu – in Spanien 8–10 % des Immobilienwerts, Notarkosten von 1–2 %, Rechtsberatung, Grundbucheintrag. Plötzlich braucht man zwischen 330.000 und 345.000 EUR – und der Kunde hat genau 300.000.

Ähnliches gilt für die Hypothek. Jemand geht davon aus, dass 20 % Eigenkapital reichen – weil das zu Hause so üblich ist. Aber eine Bank in Spanien kann 40 % verlangen. Das Geschäft kommt nicht zustande, und der Kunde bleibt mit Frust und einer verlorenen Reservierungsanzahlung zurück.

Die Lösung ist einfach: eine vollständige Kostenkalkulation, noch bevor du eine konkrete Immobilie auswählst. Preis, alle Steuern aufgeschlüsselt nach Positionen, Notar-, Rechts- und Verwaltungskosten, Finanzierungsoptionen – das sollte das erste Dokument sein, das du bekommst. Nicht nach der Unterzeichnung des Vorvertrags.

Eine Entscheidung im Schnellschuss

„Du musst heute entscheiden, morgen ist das Angebot weg."

Diesen Satz habe ich hunderte Male gehört. Und ich verstehe, dass der Immobilienmarkt dynamisch sein kann – gute Angebote gehen tatsächlich schnell weg. Aber Zeitdruck als Verkaufsinstrument ist eine ganz andere Geschichte. Unter solchem Druck kaufen Menschen, ohne einen Anwalt zu konsultieren, ohne den Vertrag in Ruhe zu lesen, ohne den technischen Zustand zu prüfen, ohne andere Angebote auf dem Markt zu vergleichen.

Das Ergebnis? Eine überteuerte Immobilie, die nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt – oder versteckte Mängel, von denen der Verkäufer genau wusste.

Ein guter Berater übt niemals solchen Druck aus. Er fragt zuerst gründlich, was du suchst. Dann präsentiert er Angebote, die wirklich zu deinen Bedürfnissen passen. Wenn dich etwas interessiert, prüft er die Immobilie rechtlich und technisch, stellt die vollständige Dokumentation bereit und gibt dir Zeit zum Nachdenken. Wenn dieses Angebot wegfällt, findet er das nächste. Denn das Ziel ist ein guter Kauf – nicht ein schneller.

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Fotos vs. Wirklichkeit

Manche Kunden fragen mich, ob man eine Immobilie im Ausland kaufen kann, ohne selbst vor Ort gewesen zu sein. Ja – aber nur, wenn jemand das ordentlich in deinem Namen erledigt.

Der „Meerblick" auf dem Foto kann sich als Blick auf einen Parkplatz mit einem Wasserfetzen im Hintergrund entpuppen. „Ruhe und Abgeschiedenheit" kann bedeuten, dass der nächste Laden 15 Kilometer entfernt ist. Und der technische Zustand einer Wohnung – nun ja, Fotografie vollbringt Wunder, besonders bei gutem Licht und einem Weitwinkelobjektiv.

Eine professionelle Besichtigung – persönlich oder online per Live-Videoübertragung – ist absolutes Pflichtprogramm. Bei Kaufobjekten vom Plan ergänzen 3D-Visualisierungen, Investitionspläne und regelmäßige Baufortschrittsberichte das Bild – einschließlich der Möglichkeit, die Baustelle zu besuchen. Du kaufst nichts, das du nicht gesehen hast. Du weißt genau, wofür du zahlst.

Lokale Vorschriften, von denen dir niemand erzählt hat

Jedes Land hat seine eigenen Regeln – und keines macht für dich eine Ausnahme, nur weil du es nicht wusstest.

In Spanien wurde das Golden Visa 2025 abgeschafft – viele Menschen hatten den Kauf gezielt auf eine Aufenthaltsgenehmigung ausgerichtet, was ihre Kalkulation nun verändert. In der Türkei gelten ab 2026 verschärfte Vorschriften für Aufenthaltsgenehmigungen, und viele Tourismusviertel haben Beschränkungen für Ausländer. Nord- und Südzypern funktionieren nach völlig unterschiedlichen Verfahren. Dubai hat spezifische Eigentumsregeln für Ausländer, die du in Standardanzeigen nicht findest.

Wer diese Vorschriften nicht kennt, kauft womöglich eine Immobilie, die kein Aufenthaltsrecht verschafft – obwohl genau das das Ziel war. Oder verstößt unwissentlich gegen lokales Recht. Oder verschwendet Energie auf Verfahren, die sich hätten vermeiden lassen.

Der Sparsamkeitsmythos – warum auf einen Berater zu verzichten teuer werden kann

Das ist mein Lieblingsthema, weil viele wirklich glauben, ohne Makler zu sparen. In den meisten Fällen stimmt das nicht – und das sage ich lieber direkt.

In Spanien zahlt die Provision der Verkäufer – in der Regel 3–6 % des Immobilienwerts plus Mehrwertsteuer. Der Preis, den du im Angebot siehst, ist bereits inklusive. Der Käufer zahlt nichts. Ausnahmen gibt es in manchen Regionen – etwa in Valencia oder Castellón, wo die Provision manchmal geteilt wird – aber das ist kein Standard, und ein seriöser Berater sagt das von Anfang an. In der Türkei, auf Zypern und in Dubai gilt ein ähnliches Prinzip: Die Provision zahlt der Verkäufer oder Entwickler.

Was bekommst du zum selben Immobilienpreis, aber mit Beraterunterstützung? Rechtliche Prüfung, vollständige Kostenkalkulation ohne böse Überraschungen, Betreuung in deiner Sprache (auf Deutsch und in über 30 weiteren Sprachen), Hilfe bei Formalitäten wie der NIE-Nummer oder der Kontoeröffnung, Baufortschrittsüberwachung bei Off-Plan-Käufen und Unterstützung nach dem Kauf – vom Anschluss der Versorgungsleistungen bis zur Mietverwaltung, wenn das gewünscht ist.

Und was bekommst du ohne Berater? Das Risiko rechtlicher Fehler, keine Prüfung des technischen Zustands, das Risiko zu viel zu zahlen ohne Kenntnis des lokalen Markts, Stress auf jedem Schritt des Weges – und niemanden, der dir nach dem Kauf hilft.

Schreib mir auf WhatsAppantwortet schnell und unverbindlich

Ein Immobilienkauf im Ausland ist kein Impulskauf. Es ist eine Entscheidung, auf die man sich vorbereiten sollte – am besten mit jemandem, der diesen Markt nicht aus einem Reiseführer kennt, sondern aus der täglichen Arbeit. Wenn du Fragen hast, ein konkretes Angebot prüfen möchtest oder einfach nicht weißt, wo du anfangen sollst – schreib mir. Das Gespräch kostet nichts, ändert aber oft alles.

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